Die Mopac AG Fabrik für Pakkungen aus Kunststoff und Holz hat kürzlich zur Aufrichte ihres vor neun Monaten begonnenen Neubaues der im kommenden Februar bezogen werden soll eingeladen. Mit dem imposanten Hochlager und dem Speditionstrakt ist der Fabrikneubau durch den Hornbach von den bisherigen Fabrikationsräumlichkeiten getrennt hat mit diesen jedoch direkten Kontakt durch einen Bachübergang. – Das Napfdorf Wasen ist durch industrielle Akzente geprägt deren einer die Mopac ist. Der Grundstein wurde vor erst zwanzig Jahren gelegt als Charles A. Winkelmann in der Freizeit begann schmucke Zigarrenkisten für den Bedarf namentlich der örtlichen Zigarrenfabrik selber zu basteln. Bald kamen Anfragen weiterer Interessenten hauptsächlich aus der Biskuit- und Schokoladebranche und aus der Freizeitarbeit wurde eine kleingewerbliche Tätigkeit die sich vom Erfinder- und Pioniergeist des Geschäftsgründers getragen zur Industrie entfaltete. Heute verlassen im Jahr rund 900 000 Holzkistchen und 90 Millionen Stück Kunststoff-Verpackungsteile die Fabrik deren Belegschaft 120 Personen zählt. Mehr die Marktverhältnisse als die inneren Beziehungen des Fabrikgründers der von Haus aus mit dem Holz verbunden ist liessen das Unternehmen zur Kunststoffverarbeitung übergehen und machten aus der ursprünglichen Kleinkisten AG die Mopac AG.

(Quelle: Der Bund: 05. Dezember 1972)