Am 1. Juni 1908 fährt erstmals ein Zug im Wasen ein. Der Eröffnungszug, geschmückt mit Blumen, ist aus Sumiswald her ins Dorf gekommen. Der ursprüngliche Plan von 1874 sah eine Eisenbahnlinie von Bern via Worb Walkringen, Goldbach, Sumiswald nach Huttwil vor. Im Jahre 1890 wurden im Unteremmental zwei Konzessionsgesuche für eine Bahnlinie von Ramsei nach Sumiswald eingereicht. Schliesslich wurde im Frühjahr 1897 die Konzession erteilt. Ein langer Streit und Unstimmigkeiten prägten den Bau der Strecke Sumiswald-Wasen. Verschiedene Linienführungen wurden geprüft und teilweise hitzig diskutiert. Viele Bewohner aus Sumiswald wünschten sich einen Linienverlauf über das Dorf Sumiswald. Der Zug wäre beim Restaurant Bahnhof in Sumiswald empor gefahren. Auf der Höhe vom Gasthof Kreuz wäre der Bahnhof Sumiswald-Dorf entstanden. Schliesslich musste der Kanton Bern 1905 eine Expertise erstellen. Im selben Jahr bewilligte der Grosse Rat das offizielle Projekt Ramsei-Sumiswald-Grünen-Huttwil mit Abzweigung in Grünen nach Wasen und sprach den Kredit von 1’768’000.- Franken für den Bau der Strecke. Nicht enthalten in diesem Plan. Die Linie über das Dorf Sumiswald. Auch der fromme Wunsch mit einem Durchstich bis Eriswil wurde nicht umgesetzt.

Der erste Zug im Wasen (Bildquelle: BLS)

Auszug Wikipedia

Im April 1857 erteilte das eidgenössische Amt für Verkehr die Konzession für den Bahnbau Neuenstadt–Luzern. Die vorgesehene Streckenführung entsprach ab Bern der ursprünglichen Postkutschenroute Bern–Gümligen–Worb–Bigenthal–Lützelflüh–Sumiswald–Huttwil–Sursee–Luzern. In der entscheidenden Abstimmung im Parlament wurde dann aber der Linie Bern–Konolfingen–Langnau der Vorzug gegeben. Erste konkrete Konzessionsgesuche für die Bahnlinie gingen 1890 beim Kantonalrat ein.