Seit 2008 gehörte die Mewag Maschinenfabrik AG von der Dorfstrasse 51 zur deutschen Wafios AG, die ihrerseits auch Rohrbiegemaschinen herstellt. Anfang 2013 findet die Loslösung von der Wafios AG statt. Eine Tochtergesellschaft der Daetwyler Gruppe wird das Unternehmen aus Wasen übernehmen. Der Übernahmepreis wird nicht kommuniziert. Letzter Verwaltungsratspräsident der Mewag ist Erwin Josef Steinmann. Rund 30 Mitarbeiter verlieren ihre Stelle im Wasen und erhalten das Angebot neu in Bleienbach zu arbeiten. Im Wasen geht damit eine mehr als 170-jährige Geschichte zu Ende. 1840 hatte Friedrich Steimer eine Werkstätte eröffnet, in der landwirtschaftliche Geräte hergestellt wurden. 1955 fand die Umbenennung in Mewag Maschinenfabrik AG statt. Gleichzeitig wurden die ersten Rohrbiegemaschinen hergestellt. Definitives Ende der Mewag ist am 22. Juni 2016. Die „Generalversammlung“ beschliesst laut Handelsregistereintrag die Auflösung der Gesellschaft.

Noch 2008 bei der Übernahme der Wafios AG aus Reutlingen waren noch deren 70 Mitarbeiter angestellt. Zudem wurden verschiedene Lehrlinge ausgebildet. Dies in den Berufen Konstrukteure, Polymechaniker, Kaufleute und auch Automatiker. Bei der Übernahme der Wafios AG blickt man optimistisch in die Zukunft. Pia Marti, die damalige Verwaltungsratdelegierte sagt gegenüber der Wochenzeitung Emmental: «Rohre biegen ist eine sehr spezielle Angelegenheit. Dieses Know-how kann man nicht einfach so transferieren.». Die Arbeitsstellen im Wasen seien sicher. Kurz zuvor vermeldet der Handelsregister das Ausscheiden von Pia Marti. Ebenfalls von Bord gehen Ernst Zaugg und Alexander Stahel.

Seit Januar 2016 gibt es den Namen „MEWAG“ wieder, wie ein Blick in den Handelsregister zeigt. Thomas Dietler gründet zusammen mit Esther Dietler-Liechti in Bleienbach das Unternehmen „Mewag Rohrbiegetechnik GmbH“. Thomas Dietler war rund 25 Jahre als Gebietsverkaufsleiter auch bei der „alten“ Mewag tätigt.